Tarifvertrag ig metall wolfsburg

Während der Gewerkschaftsfahrt hier vor fünf Jahren haben UAW und VW gemeinsam für die Idee eines Betriebsrats im Werk Chattanooga geweint. Seine Gründung wäre nach der Gewerkschaft der Arbeitnehmer Gegenstand von Tarifverhandlungen gewesen – und sie wäre nur legal, wenn sie mit einer vom Management unabhängigen Gewerkschaft gekoppelt wäre. “Während wir um einen Tarifvertrag ringen, kämpfen auch unsere Kollegen in den USA in Chattanooga für einen Tarifvertrag. Doch dort weigert sich Volkswagen völlig. Und die Kollegen, wieder sagen wir: Sie sind nicht allein! Sie haben unsere Solidarität – und auch dort erwarten wir vom Management: Kommt zu euren Sinnen! Sprechen Sie mit den Kollegen! Weil wir auch dort anständige, kollektiv ausgehandelte Arbeitsbedingungen wollen.” Volkswagen und die IG Metall haben ihre Verhandlungen für die vom Tarifvertrag erfassten Mitarbeiter der Volkswagen AG erfolgreich abgeschlossen. Als Folge der Coronavirus-Krise fanden die Verhandlungen unter äußerst schwierigen Bedingungen statt. Die Parteien einigten sich darauf, dass der mit Wirkung zum 30. April 2020 gekündigte Tarifvertrag bis Ende Dezember 2020 ohne Erhöhungder der Gehaltstabellen in Kraft bleiben soll. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von acht Monaten. Darüber hinaus wurde eine Unterstützung für die Mitarbeiter vereinbart, damit sie ihren Alltag in der Coronavirus-Krise besser meistern können. Personalchef Karlheinz Blessing sagte: “Unsere Lohnvereinbarung ist effektiv auf dem Niveau der Metallindustrie. Dies war ein wichtiges Ziel für uns, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Gleichzeitig sind wir als Arbeitgeber deutlich attraktiver.

Die zusätzliche Jahresvergütung im Rahmen des Tarifvertrags gibt den Arbeitnehmern die Möglichkeit, sich entsprechend ihren Anforderungen für eine zusätzliche Vergütung oder Freizeit zu entscheiden. Darüber hinaus haben wir das betriebliche Altersversorgungssystem deutlich verbessert. Jeder unserer tarifgebundenen Arbeitnehmer wird die Auswirkungen auf seine Rente bemerken. Diese Verbesserung wird jüngeren Arbeitnehmern durch die längere Beitrags- und Zinsakkumulationszeit mehr zugute kommen.” Die Weigerung von Volkswagen, in Chattanooga mit Local 42 zu verhandeln, wurde von der IG Metall bei Kundgebungen und Demonstrationen im ganzen Land unterstrichen. Als am 30. Januar in Hannover die dritte Gesprächsrunde mit VW begann, versammelten sich 5000 Gewerkschaftsmitglieder, um ihr Verhandlungsteam zu unterstützen. Einige trugen ein Transparent mit der Aufschrift “VW-Arbeiter in Chattanooga brauchen einen Tarifvertrag!” IG-Metall-Regionaldirektor Thorsten Gröger verwies in seiner Rede vor der Menge auf das Verhalten von Volkswagen: Während rechte Betriebsratsmitglieder ihre Aufgabe zur Verfügung stellten, um zum Wohle des Unternehmens zu arbeiten, würden Oppositionelle wie Schaumberg kollektive Aktionen organisieren, wie sie sich ins Betriebsratsbüro treffen, um ihre Forderungen oder Missstände zu äußern. “Wir blieben oft länger als die Pausenzeit im oder vor dem Büro”, sagte er. Er nennt ein Beispiel dafür, wie der Betriebsrat neben dem Gewerkschaftsvertrag gearbeitet hat: Der IG Metall-Landesvertrag von 1984 reduzierte die Arbeitswoche auf 35 Stunden, die im Laufe von 11 Jahren erreicht werden sollte.

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